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Hilfe für krebskranke Tschernobyl-Kinder e. V.
Das zweite größere Projekt ist die jährliche Unterstützung des Vereins "Hilfe für krebskranke Tschernobyl-Kinder e. V." in Berlin. Bisher konnten 32.760 Euro übergeben werden. Mit den Spenden wird die Behandlung und Rehabilitation von krebskranken Kindern aus Weißrussland unterstützt. Seit 1996 fährt ebenfalls eine Abordnung von eifellicht nach Berlin - jeweils in der Weihnachtszeit - um diesen Kindern Weihnachtsgeschenke zu übergeben. Die Kinder in Weißrussland sind es, die die Folgen der Katastrophe von Tschernobyl zu tragen haben. Annähernd 800.000 Kinder leben heute in den hochverstrahlten Gebieten. Viele leiden an Immunschwäche, Tumorerkrankungen, Lern– und Konzentrationsstörungen, Anämien und schweren klinischen Symptomen. Schilddrüsenkrebs kommt in westeuropäischen Industriestaaten bei Kindern sehr selten vor, in Weißrussland jedoch erkrankten von 1986 bis 1992 insgesamt 172 Kinder im Alter unter 14 Jahren, bis Ende 1994 waren es 330. In den dortigen Kliniken wird ihnen die Schilddrüse entfernt, ohne dass eine erforderliche Nachbehandlung möglich ist. Außerdem fehlt es an den notwendigen Medikamenten. Aber nicht nur Schilddrüsenkrebs, sondern auch andere Fälle von Tumoren und Leukämieerkrankungen wurden beobachtet. 1989 wurde in Minsk die Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl e. V.“ gegründet. Der Vorsitzende, Pfarrer Werner Lindemann, knüpfte Kontakte zu dem Minsker Verein, bei dem verzweifelte Mütter krebskranker Kinder Hilfe suchten. Kurt Josef Michels, der die ehemalige DDR-Funktionärssiedlung Wandlitz erworben und dort ein modernes Rehabilitationszentrum aufgebaut hatte, trat in Kontakt mit Pfarrer Lindemann und ein neues Projekt wurde geschaffen: Seit 1992 werden auch krebskranke Kinder aus Weißrussland während eines vierwöchigen Erholungs– und Therapieaufenthaltes in der Brandenburg Klinik in Wandlitz bei Berlin behandelt. Die Brandenburg Klinik ist das erste neuerbaute Reha-Zentrum auf dem Gebiet der früheren DDR. Sie unterhält u. a. eine Fachabteilung für Kinder-Onkologie. Diese Abteilung ist auf sechs Häuser in der Waldsiedlung Wandlitz verteilt und bietet 35 Plätze für die umfassende Nachsorge krebskranker Kinder und Jugendlicher. Die Ärzte der Brandenburg Klinik haben Kontakt zum Tumorzentrum Borowliani bei Minsk und zur Schilddrüsenklinik in Minsk aufgenommen. Dort wird mit den verantwortlichen Ärzten beraten, welche Kinder nach Wandlitz kommen sollen. Diese können nach ihrer chemotherapeutischen oder radiologischen Behandlung neue Kräfte tanken und auch psychisch wieder Tritt fassen. Mit jedem Kind wohnt auch ein Elternteil während der Therapie in der Klinik, wobei sich jedoch die Frage der Finanzierung der Behandlung und Aufenthaltskosten in dieser Klinik stellt. Mittlerweile betragen die durchschnittlichen Kosten für die Versorgung der Kinder bei rund 14.500,00 DM. Der Verein trägt sich ausschließlich aus Spenden. Im Jahresbericht vom 01.09.1997 bis 31.08.1998 ist aufgeführt, dass in diesem Jahr 28 krebskranke weißrussische Kinder im Alter zwischen 7 und 24 Jahren mit ihren Müttern bzw. Vätern dort waren. Die Behandlung der Kinder und Jungendlichen machten 14 Computer-, 19 Magnetresonanz-Tomogramme und sieben Szintigramme erforderlich und vier Operationen, zwei Schieloperationen, eine Bestrahlung und eine Mandeloperation, zwei Implantate der Endoprothesen, verschiedene orthopädische Hilfsmittel, eine Augenprothese sowie sieben stationäre Aufenthalte in anderen Häusern notwendig. Dabei entstanden Kosten in Höhe von 450.625,88 DM. Die ehrenamtliche Helferin Anneliese Bödecker, die neben organisatorischen Aufgaben versucht, zusätzliche Unterstützung für das Projekt auch bundesweit zu erreichen, schrieb im Anschluss an einen Besuch von eifellicht: „ ... Für Ihre großherzige Spende möchten wir uns von Herzen bedanken! Aber nicht nur für das viele Geld, sondern auch ganz besonders für den Besuch Ihrer Freunde in Wandlitz, den alle als wohltuend und warmherzig empfunden haben.“ Weiterhin führt Sie auf, dass die Berührungsängste in Weißrussland so groß sind, dass die kranken Kinder sehr darunter leiden. „Niemand will etwas mit ihnen zu tun haben“. So sind das Interesse und die Hinwendung bisher immer besonders dankbar aufgenommen worden.
Unser Besuch zu Weihnachten 2000
Gehhilfe für Veronica
Durch eine schnelle und unbürokratische Hilfe war es möglich, diesen Wunsch zu erfüllen. Dank einem unbekannten Geldspender, den Landfrauen Prüm und der Firma Fendel aus Trier/Prüm war es möglich, der kleinen Veronica eine neue Gehhilfe mit in ihre Heimat zu geben. Weiterhin wurden noch zwei gebrauchte Gehhilfen übergeben, die ebenfalls russischen Kindern zugute kommen. |
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